Unvergessen

Sam

Sam, der beste Hund der Welt. Leider viel zu früh von oder besser vor uns gegangen. Ausgesetzt, den Bauch voller Würmer und fast verdurstet fand ich im Frühjahr 2000 einen kleinen Wollknäul. Weder Gechipt noch Tätowiert nirgendwo Regestriert, keiner vermisste ihn. Mein Mann hat ihn sofort ins Herz geschlossen. Meine wenigkeit war nicht so begeistert. Zu dieser Zeit war ich mit unserem ersten Kind Lucia schwanger. Chicco unser damaliger Altdeutsche Schäferund war doch genung. Gerade noch in den Flegeljahren, viel Arbeit und noch weniger Zeit, schwanger und wohnhaft im zweiten Obergeschoss. Ein zweiter Hund oh Gott, eigendlich lieber nicht, da ich den Großteil der täglich anfallenden Arbeit alleine machen musste. Natürlich blieb Sam. Die ersten Monate verliefen wie ein Alptraum, Angst vor tiefen Stimmen, Angst vor engen Treppen, Angst Angst Angst. Nicht das ich keine Ahnung hatte wie man einen Hund zur Stubenreinheit erzieht, Sam ließ mich verzweifeln. Täglich wurde Schiss und Pippi weggewischt, mehrmals Täglich. Aber das sollte noch nicht alles gewesen sein, das schlimmste stan noch bevor. Mit dem wachstum kamen die Probleme. Schmerzen beim Laufen, hinlegen und aufstehen. Nichteinmal ein Hockerl zum Kacken konnte er noch machen. Röngten und Kernspint brachten es ans Licht. Sam hatte Zysten auf den Knochen und Gelenken. Monatelang bekam er hochdosierte Schmerzmittel, keiner konnte uns sagen ob er jemals wieder schmerzfrei werden würde. Dr. Röcken von der Tierklinik Starnberg machte uns Mut. Wachstumsende bedeutete Schmerzende. Danke, fast hätten wir aufgegeben.

Die Zeit heilte alle Wunden. Sam und Chicco verstanden sich prächtig, aus dem kleinen Wollknäul wurde ein stattlicher Rüde. Irgendwie war ich immer der überzeugung, Sam würde jedes Wor verstehen, offt erzählte ich Ihm meinen Sorgen, die er sich natürlich geduldig anhörte. Aus einem entsorgten Vierbeiner wurde ein Jahrelang treuer, erlicher und liebevoller Begleiter. Sam verstarb am 20. Mai 2009 an einem aufgeplatzten Milztumor. Wir konnten für unseren Freund nichts mehr tun und begleiteten Ihne auf seinen Weg zur Regenbogenbrücke.

 

Sam wir vermissen Dich........

 

 

 

Die Regenbogenbrücke

 

Eine Brücke verbindet Himmel und Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie “Brücke des Regenbogens”.
Auf dieser Seite des Regenbogens liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem, grünen Gras.
Wenn ein geliebtes Tier auf Erden für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem schönen Ort. Dort gibt es immer zu fressen, zu trinken und es ist warm - es ist schönes Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere sind hier wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen. Es gibt nur eins, was sie vermissen:


Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf Erden so geliebt haben.
So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines innehält und aufsieht:
die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß!!!
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt förmlich über die grüne Wiese. Die Pfoten tragen es schneller und immer schneller. Es hat Dich gesehen!!!
Und wenn Du und Dein spezieller Freund einander treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hälst ihn fest.
Dein Gesicht wird wieder und wieder geküsst , und Du schaust in die Augen Deines geliebten Tieres, das solange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.
Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, um nie wieder getrennt zu sein.